Historie
Kontinuität und Wandel
Die über 200-jährige Geschichte des Industriekonzerns Georg Fischer zeigt in eindrucksvoller Weise den ständigen Wandel, dem sich ein langfristig erfolgreiches Unternehmen unterziehen muss. Es gibt Zeiten grosser, oft schmerzhafter Veränderungen, geprägt vom Willen zur Erneuerung. Dieser Wille zeigt sich auch im Prozess der ständigen Verbesserung aller Kerntätigkeiten.
Wir laden Sie ein auf eine Zeitreise. Wählen Sie in der Zeitleiste ein Jahrzehnt und entdecken Sie die wichtigsten
Meilensteine in der Geschichte des Unternehmens.
1802
Grundsteinlegung in Schaffhausen
Am 3. Juni 1802 kauft der 29jährige
Johann Conrad Fischer (1773 - 1854) im Mühlental bei Schaffhausen (Schweiz) eine wasserbetriebene Mühle. Diese nutzt er als Kupferschmelzerei und Entwicklungsstätte für neue Legierungen.
1805
Erster Gussstahl
Johann Conrad Fischer gelingt vermutlich als Erstem auf dem europäischen Kontinent die Herstellung von Gussstahl in Tiegeln, der dem englischen „Huntsman-Stahl“ ebenbürtig ist.
1814
Staatsgast: Kaiser Alexander I. von Russland
Der gute Ruf
Johann Conrad Fischers veranlasst
Kaiser Alexander I. von Russland (1777 - 1825) auf einer Schweizer Reise die Werkstätten des Schaffhauser Metallurgen zu besuchen.
1827
Expansion I
Johann Conrad Fischer und sein Sohn
Georg Fischer I (1804 - 1888) gründen in Österreich, wo Johann Conrad Fischer auch alle seine Erfindungen patentieren liess, das Stahlwerk
Hainfeld.
1833
Expansion II
Ebenfalls in Österreich wird das Stahlwerk Traisen gegründet, dessen Leitung Sohn Berthold Fischer (1807 - 1879) übernimmt.
1845
Lizenzvergabe
Johann Conrad Fischer entwickelt Stahlgussformen und lässt sie lizenzieren.
Im gleichen Jahr stellt der Firmengründer erstmals Formgussstücke aus Stahl (Stahlformguss) her.
1854
Tod des Firmengründers
Tod des Firmengründers
Johann Conrad Fischer. Sein Sohn
Georg Fischer I erbt die Betriebe in Schaffhausen (Schweiz) und übergibt sie an seinen 23jährigen Sohn
Georg Fischer II. Der Enkel übernimmt 1856 die Betriebsleitung und reorganisiert die Werke.
1864
Produktionsstart Tempergussfittings
Georg Fischer II (1834 - 1887), Sohn von Georg Fischer I und Enkel von Johann Conrad Fischer, erwirbt die Betriebe in Schaffhausen. Als Erster in Europa beginnt er 1864 mit der gewerbsmässigen Herstellung von Tempergussfittings (gegossene Rohrverbindungsteile).
1865
Frühes Marketing
Der erste Fittingskatalog mit 91 verschiedenen Modellen für die Gasbeleuchtung erscheint.
1867
Gründung eines Krankenunterstützungsvereines
Georg Fischer I gründet für seine Mitarbeitenden einen Krankenunterstützungsverein, der sich 1897 dem 'Verband für Freizügigkeit Schweizerischer Krankenkassen' anschliesst. 1907 wird auf Initiative des damaligen Unternehmensleiters Ernst Homberger dann die Familienversicherung ins Leben gerufen. Die bundesgesetzlichen Bestimmungen über die Krankenversicherung treten 1914 in Kraft.
1868
Bau des ersten Arbeiterwohnhauses
Bau des ersten Arbeiterhauses und Ankauf mehrerer Wohnhäuser für Mitarbeitende – Ausgangspunkt für die später einsetzende grosszügige Wohnbaupolitik.
1876
Unfallversicherung für Mitarbeitende
Georg Fischer I schliesst für seine Arbeiter eine private Unfallversicherung ab.
1877
Industrielle ProduktionGeorg Fischer II nimmt 1877 die industrielle Stahlformgussproduktion auf, deren Verfahren
Johann Conrad Fischer 1845 erfunden hat.
1880
Kantine
Im Mühlental (Schweiz) wird das erste Betriebsrestaurant eingerichtet. Schon früh unterstreicht die Gründerfamilie damit ihre Verantwortung für die Mitarbeitenden.
Beginn der Fabrikation von Rauschenbach-Holzbearbeitungsmaschinen.
1888
Stahlformguss
Zum ersten Mal wird Stahlformguss in der Schweiz hergestellt.
1895
Werkseröffnung in Singen
Georg Fischer III (1864 - 1925), gründet 1895 im deutschen
Singen in der Nähe von Schaffhausen eine Fittingsfabrik als Zweigniederlassung des Schaffhauser Hauptwerkes. Gleichzeitig wird in Singen die erste Werkswohnkolonie gebaut.
1896
Umwandlung in eine Aktiengesellschaft
Der steigende Kapitalbedarf veranlasst Georg Fischer III zur Umwandlung des Privatunternehmens in die ‚Aktiengesellschaft der Eisen- und Stahlwerke von Georg Fischer‘.
1898
Alterszulage für Arbeiter
Georg Fischer II ruft die Alterszulage ins Leben. Sie sah seinerzeit vor, alljährlich allen Arbeitern mit mehr als fünf Jahren Betriebszugehörigkeit aus dem Geschäftsergebnis einen Betrag auf einem Firmen-Sparheft gutzuschreiben. Georg Fischer II unterstützt die Gründung einer Arbeiterkommission. Aufgabe: Förderung der Beziehungen zwischen der Geschäftsleitung und den Arbeitern.
1902
Ernst Homberger übernimmt das Ruder
Ernst Homberger (1869 - 1955) übernimmt die Leitung des Unternehmens, das er in den folgenden 50 Jahren prägt. Damit vollzieht sich der Schritt vom Familienbetrieb zum kaufmännisch geführten Unternehmen.
1903
Markeneintrag
Das
neue Markenzeichen GF mit den charakteristischen Kreuzen als stilisierte Kreuzfittings wird amtlich eingetragen.
1906-1912
Bau der ersten Werkswohnkolonie
Erste Arbeiter-Werkswohnkolonie auf der 'hinteren Breite' (Wohnquartier in Schaffhausen).
1918
Erwerb Klostergut Paradies
Um die Lebensmittelversorgung der eigenen Mitarbeiter sicherzustellen, kauft Georg Fischer 1918 zwei Landwirtschaftsbetriebe, darunter das 1836 aufgehobene
Klarissenkloster Paradies bei Schlatt in der Nähe von Schaffhausen. Ausserdem erfolgt die Institutionalisierung der Lehrlingsausbildung durch die Gründung einer eigenen Werksschule.
1919
Gründung Eisenbergwerk Gonzen AG
Gründung der
Eisenbergwerk Gonzen AG unter Beteiligung der Georg Fischer AG. Obwohl die Eisenerzförderung 1966 endgültig eingestellt wurde, engagiert sich Georg Fischer bis heute für das Industriedenkmal.
1921
Rauschenbach: GF steigt in Maschinenbau ein
Mit dem Erwerb der Aktienmehrheit der "Maschinenfabrik Rauschenbach AG" in Schaffhausen steigt Georg Fischer in den Bereich des Maschinenbaus und des Graugusses ein.
1925
Einrichtung einer betrieblichen Fürsorgestelle
Einrichtung einer betrieblichen Fürsorgestelle. Aufgabe ist es, alle Mitarbeitenden bei ihren beruflichen und privaten Belangen und Problemen zu unterstützen.
1926
Produktionsstart von Textilapparaten
Der Beginn der Produktion von Textilapparaten für die Automatisierung von Webstühlen (1926) und die Aufnahme der Serienfabrikation von Drehmaschinen (1938) markieren die Anfänge von GF AgieCharmilles.
1927
Ernst Homberger Stiftung nimmt ihre Arbeit auf
Errichtung der
Ernst Homberger Stiftung mit dem Ziel, Söhnen und Töchtern von Werksangehörigen eine Berufsausbildung zu ermöglichen.
1933
Kauf von Britannia Iron and Steel Works Ltd
Georg Fischer kauft in Bedford (England) die "Britannia Iron and Steel Works Ltd." und nimmt dort die Produktion von Tempergussfittings auf.
1935
Aufbau eines Unfallverhütungsdienstes
In diesem Jahr beginnt der Aufbau eines eigenen Unfallverhütungsdienstes zur Minimierung von Gefahrenquellen im Betrieb und Installation von Schutzvorrichtungen sowie zur Aufklärung der Belegschaft.
1936
Verkaufsstart Trilex-Rad
Nach langer Entwicklungszeit wird für Lastwagen das TRILEX-Rad auf den Markt gebracht.
1939-1945
Zweiter Weltkrieg
Der Zweite Weltkrieg ist auch für Georg Fischer mit Werken in der Schweiz, in Deutschland und in England eine sehr schwierige Zeit. Diese Jahre sind in einer im Jahr 2001 publizierten Studie des Historikers Hans Ulrich Wipf dargestellt.
1941
Erholungsheim I
Einrichtung eines Erholungsheimes für Werksangehörige in Mogelsberg (Toggenburg /Schweiz).
1944
Erholungsheim II
Errichtung des Erholungs- und Ferienheimes 'Collinetta' für Werksangehörige bei Ascona (Tessin / Schweiz).
1947
Neuer Name
Das Unternehmen verkürzt seinen Namen in ‚Georg Fischer Aktiengesellschaft‘.
1948
Gründung der Stiftung Eisenbibliothek
Georg Fischer gründet die
Eisenbibliothek als Stiftung der Georg Fischer AG. Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums von Georg Fischer im Jahr 1952 wird die Eisenbibliothek im restaurierten Westflügel des Klosterguts Paradies eröffnet.
1952
150jähriges Jubiläum
Georg Fischer feiert mit einem grossen Festakt auf dem Herrenacker in Schaffhausen das 150-jährige Bestehen und nimmt im gleichen Jahr mit grossem Erfolg die Entwicklung und Herstellung von vollautomatischen Giess- und Formanlagen nach dem System Bührer auf.
1957
Start der Produktion von Kunststoff-Rohrleitungssystemen
Nach vierjähriger Forschung wird in Singen (Deutschland) die
erste Produktionsstätte für
Kunststofffittinge aus PVC und PE eingeweiht.
1963
PVC-Klebstoff Tangit
Bei Georg Fischer entwickelt Rudolf Merz den PVC-Klebstoff Tangit, der seit 1964 durch die Firma Henkel hergestellt wird.
1964
GF global
Georg Fischer erzielt erstmals mehr als die Hälfte des Umsatzes im Ausland.
1966
Produktionsstart in Huntingdon
1966 nimmt ein weiteres Werk, die George Fischer Plastics Ltd. in Huntingdon (England), die Produktion auf.
1968
Letztes Kochgeschirr verlässt das Werk
Die Fabrikation von emailliertem Georg Fischer Kochgeschirr und Gusspfannen wird eingestellt.
1970
Rekord
Der Konzernumsatz übersteigt zum ersten Mal die Summe von
einer Milliarde Schweizer Franken.
1971
Werk Seewis nimmt Produktion auf
Das Magnesium-Konverter Verfahren, entwickelt vom späteren Konzernleitungsmitglied Anton Alt (1936 - 1994), wird patentiert. Im gleichen Jahr erfolgt die Eröffnung des Werks für Kunststoffarmaturen in Seewis (Schweiz).
1972
Neuzugang: Waeschle
Georg Fischer erwirbt die Firma Waeschle in Ravensburg (Deutschland), die Weltmarktführerin für Förderungssysteme von rieselfähigen Stoffen.
1974
Reise ins ParadiesDer Konzern eröffnet sein
Aus- und Weiterbildungszentrum im ehemaligen Klarissenkloster Paradies in der Nähe von Schaffhausen.
1976
Gründung Georg Fischer Inc., Tustin
Als Verkaufsgesellschaft für das gesamte Rohrleitungssortiment im Gebiet Nord-, Mittel- und Südamerika wird in Tustin, Kalifornien (USA), die George Fischer Inc. gegründet.
1979
Expansion
Eröffnung der durch Georg Fischer errichteten Arabian Plastic Manufacturing Company APLACO in Riyadh (Saudi-Arabien). Im gleichen Jahr erfolgt die Übernahme der Buss AG in Basel (Schweiz), die unter anderem auf die chemische Verfahrenstechnik sowie die Misch- und Knettechnik spezialisiert ist. Georg Fischer kauft schrittweise die zu Ley’s Foundries & Engeneering Ltd. gehörende Eisengiesserei in Lincoln (England).
1981
Leitbild
Der Georg Fischer Konzern definiert sein Konzern-Leitbild.
1982
Georg Fischer Anlagenbau
Nach dreizehn wechselvollen Jahren wird das Webmaschinengeschäft der Maschinenfabrik Rüti an Sulzer verkauft. Buss, Waeschle und weitere inzwischen veräusserte Unternehmen im Bereich Logistiksysteme (OWL), Zentrifugen (Heine) und Nahrungsmittel (Mator) bilden ab 1982 die Buss Gruppe. Daraus entstand in der Folge der Georg Fischer Anlagenbau (später Coperion).
1983
Charmilles Technologies
Von Ateliers des Charmilles in Genf (Schweiz) kauft Georg Fischer 51% der Aktien der Elektroerosionssparte, die in Charmilles Technologies SA umbenannt wird und 1988 vollständig in den Besitz von Georg Fischer übergeht.
1987-1991
Strukturprojekt
Im Zuge des Strukturprojekts Schaffhausen - Singen konzentriert der Konzern die Giessereiaktivitäten in Singen (Deutschland) und die Tätigkeiten auf dem Gebiet Kunststoff-Rohrleitungssysteme in Schaffhausen (Schweiz). Zudem werden konsequent Liegenschaften saniert, umgenutzt oder verkauft. In Schaffhausen entstehen GF Piping Sytems, das Distributionszentrum, das Werk für Kunststoffprodukte und ein modernes Prüflabor.
1989
Devestition
Das einst prestigeträchtige Drehmaschinengeschäft wird verkauft.
1990
Fokussierung
Die Georg Fischer AG wird in eine Holdinggesellschaft umstrukturiert, und die industriellen Stammhaustätigkeiten werden rechtlich verselbständigt. Die strategische Fokussierung auf die Kerntätigkeiten Fahrzeugtechnik (heute GF Automotive), Rohrleitungssysteme (heute GF Piping Systems), Fertigungstechnik (heute GF AgieCharmilles) und Anlagenbau (später Coperion) geht einher mit dem Verkauf oder der Verselbständigung von zahlreichen traditionellen Nebentätigkeiten wie beispielsweise Elektroarmaturen, Verschleissteile, Verkehrstechnik Schiene und Schliesstechnik.
1991
Mühlental
Nach 114 Jahren Stahlformguss gibt Georg Fischer die Schliessung der traditionsreichen Stahlgiesserei in Schaffhausen bekannt. Am 1. November 1991 ist der letzte Giesstag.
1992
Nachhaltigkeit
Unterzeichnung der ICC Charter (International Chamber of Commerce). Georg Fischer verpflichtet sich der
Nachhaltigkeit.
1995
Neuzugang in Leipzig
Georg Fischer kauft die Schubert & Salzer Eisenguss GmbH in Leipzig (Deutschland), die Komponenten für schwere Nutzfahrzeuge und Baumaschinen herstellt. Aufbau und Beginn des Umwelt Management Systems im Konzern.
1996
Wachstum IGeorg Fischer erwirbt die Mehrheit der 1954 gegründeten, börsenkotierten Herstellerin von Elektroerosionsmaschinen (EDM)
Agie SA (AG für Industrielle Elektronik) in Losone (Schweiz). Die Marken der EDM-Marktführer AGIE und Charmilles Technologies bleiben bestehen und werden mit den anderen Gesellschaften der damaligen Unternehmensgruppe Fertigungstechnik (heute GF AgieCharmilles) unter dem gemeinsamen Dach der börsenkotierten
Agie Charmilles Holding AG mit Sitz in Zug zusammengeführt.
Zusammen mit der dänischen DISA (Dansk Industrie Syndikat) entsteht im Bereich Giessereianlagenbau das paritätische Joint-Venture Georg Fischer Disa.
Mit der Übernahme der R&G Sloane Manufacturing Company in Little Rock (USA) und der Gründung der George Fischer Sloane Inc. verfügt Georg Fischer erstmals über eine eigene Produktionsstätte für Kunststofffittinge und -rohre in Nordamerika.
1998
Erstes Umweltmanagementsystem
Die Giessereien Singen und Leipzig (beide Deutschland) werden mit dem begehrten
Umweltpreis der CIATF (Comité international des associations techniques de fonderie) ausgezeichnet. Zusammen mit den Giessereien Mettmann (Deutschland), Lincoln (England) und Herzogenburg (Österreich) gehören sie zu den ersten zehn Giessereien weltweit, die ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem eingeführt haben.
Aus den beiden von Agie (1991) und Charmilles (1995) gegründeten Joint-Venture Holdings zur Herstellung von EDM-Maschinen in China entsteht die Beijing Agie Charmilles Industrial Electronics Ltd. Ab 1999 werden dort unter dem neuen Label Actspark preisgünstige EDM-Maschinen für den Einstiegsmarkt produziert. 2001 wird das Werk im Bereich Umweltschutz nach ISO 14001 zertifiziert.
1999
Wachstum II
Mit dem Erwerb der mb-Guss Friedrichshafen (Deutschland) und der Mössner Gruppe in München (Deutschland) vervierfacht GF Automotive die Kapazität im Leichtmetallguss (Aluminium und Magnesium).
2000
VeränderungDer Georg Fischer Konzern publiziert den ersten
Umweltbericht.
Aus dem Zusammenschluss der Georg Fischer Unternehmen Buss und Waeschle mit Krupp Werner & Pfleiderer in Stuttgart (Deutschland) entsteht die Coperion Holding GmbH mit Sitz in Konstanz (Deutschland), der Markt- und Technologieführer im Bereich Kunststoffaufbereitung.
GF Piping Systems erwirbt die Industrial Pipe Systems Company (IPS) mit Sitz in Sydney (Australien), die auf dem Gebiet der Gas- und Wasserversorgung in Australien und China tätig ist. Damit übernimmt Georg Fischer auch den 50%-Anteil von IPS an Chinaust, einem 1987 gegründeten paritätischen Joint-Venture mit der chinesischen Lingyun Gruppe.
GF AgieCharmilles übernimmt den Produktbereich Fräsmaschinen (High Speed Machining, HSM) der Mikron Technologie-Gruppe in Nidau (Schweiz) und stärkt damit die führende Position im Werkzeug- und Formenbau.
Georg Fischer steigt aus dem Giessereianlagenbau aus und verkauft seinen Kapitalanteil an DISA.
2001
System 3R
GF AgieCharmilles übernimmt
System 3R in Stockholm (Schweden). System 3R ist ein weltweit führender Anbieter für Tooling und Automatisierungssysteme.
GF Automotive erhält von Peugeot/Citroen den bisher grössten Einzelauftrag in der Höhe von 470 Mio. Schweizer Franken.
2002
200-Jahr-Feier
Georg Fischer feiert weltweit mit dezentralen Festivitäten das
200-jährige Bestehen. Am Konzernsitz in Schaffhausen (Schweiz) bilden eine Ausstellung über die Geschichte von Georg Fischer und die Jubiläumsgala in der ehemaligen Stahlgiesserei die Höhepunkte.
Die Aktionäre der Georg Fischer AG verzichten auf eine Jubiläumsdividende und stimmen der Gründung einer Jubiläumsstiftung 'Community Benefit' zu. Es ist der Startschuss für das viel beachtete Projekt 'Clean Water', mit dem GF weltweit Menschen zu sauberem Trinkwasser verhilft.
GF AgieCharmilles kauft die Step Tec AG in Luterbach (Schweiz), die Motorspindeln für Werkzeugmaschinen entwickelt und produziert.
GF Piping Systems gibt die Gründung eines Produktions-Joint Ventures mit der Simona AG in Kirn (Deutschland) zur Herstellung von Rohren und Formteilen aus Fluorkunststoffen bekannt.
2003
Strukturprogramm
Georg Fischer lanciert ein umfassendes Strukturprogramm zur Steigerung der Ertragskraft und zur Senkung der Nettoverschuldung. Die drei Kernbereiche werden gestrafft: Die Produktionsstandorte in Europa werden reduziert und Aktivitäten und Beteiligungen, die nicht zum Kernge-schäft gehören, verkauft. Betroffen von den Massnahmen sind rund 1'000 Stellen. Im Verlauf des Strukturprogrammes werden unter anderem die Giessereien in Apc (HU), Bedford (GB), Bitterfeld (D), Apc (HU) und Lincoln (GB) verkauft und die Werke für Kunststoffprodukte in Genua (I) und Huntingdon (GB) geschlossen. Die 1994 verselbständigten Dienstleistungsgesellschaften am Standort Schaffhausen werden veräussert.
2004
Starke MarkeDer Konzern führt eine überarbeitete
Markenpolitik und ein attraktives, neues
Corporate Design ein. Im Vordergrund steht die Stärkung des Markenzeichens GF. Aufgeschlüsselt auf die drei Begriffe Mobilität, Komfort und Präszision wird das Motto ‚Adding Quality to People’s Lives’ Teil der Konzernkommunikation. Die drei Unternehmensgruppen erhalten die Bezeichnungen: GF Automotive (bisher Fahrzeugtechnik), GF Piping Systems (bisher Rohrleitungssysteme) und GF Machine Tools (heute GF AgieCharmilles).
GF AgieCharmilles präsentiert im Rahmen des Projekt «EDM Futura» die erste Senkerosionsmaschine, die auf dem neuen Plattformkonzept für Elektroerosionsmaschinen basiert.
Die Internationale Handelskammer ICC zeichnet Georg Fischer für das Projekt Clean Water der Jubiläumsstiftung aus.
Erster Nachhaltigkeitsbericht als Teil des Geschäftsberichts.
2005
Leichtmetallgiesserei in ChinaIm Suzhou Industrial Park (China) rund 100 km westlich von Shanghai eröffnet GF Automotive eine
Druckgiesserei.
GF Piping Systems eröffnet in Schaffhausen ein neues
Trainingscenter. GF Automotive gibt die
Schliessung der Druckgiesserei in München bekannt. Die Produktion wird in die bestehenden Druckgiessereien in Deutschland und Österreich verlagert.
2006
Corporate Headquarters in China
Der
Delegierte des CEO in China vertritt die Interessen des Konzerns in China in den Bereichen Finanzierung, Recht und Human Resources.
Georg Fischer verkauft die restlichen Coperion-Anteile an West Private Equity und trennt sich damit vom letzten Teil des Anlagenbaus.
GF AgieCharmilles gibt die Fokussierung der Produktion in der Schweiz bekannt: In Schaffhausen entsteht eine neue Produktionsstätte für Fräsmaschinen von Mikron. Im Gegenzug wird die Herstellung von Elektroerosionsmaschinen in der Schweiz an den beiden Standorten Losone und Meyrin konzentriert. Die mechanische Teilefertigung der Charmilles Technologies Maschinenbau AG, Schaffhausen, wird auf Mitte 2006 an die Maschinenfabrik Rieter AG, Winterthur (Schweiz) verkauft.
Der erste separate Nachhaltigkeitsbericht fasst das Engagement von Georg Fischer in den Bereichen Umwelt, Mitarbeitende und Gesellschaft zusammen.
2007
GF AgieCharmilles gründet eine Gesellschaft für das weltweite Ersatz-, Verschleissteil- und Servicegeschäft und zentralisiert das sog. „Installed Base Business“ für die Marken Agie, Charmilles und Mikron im Logistik-Hub in Genf.
GF Piping Systems eröffnet eine Verkaufsgesellschaft in Mexico.
Die Verkaufsgesellschaften der Marken Agie, Charmilles und Mikron mit Sitz in der Schweiz werden zur Agie Charmilles Sales Ltd, Losone zusammengelegt. Mitte Jahr werde die Verkaufsgesellschaften in Deutschland zusammengelegt.
Gute
Geschäftszahlen für das Jahr 2006: Erstmals übersteigt der Umsatz 4 Mia. Schweizer Franken (4.05 Mia.). Der EBIT erreicht CHF 327 Mio., was einer EBIT-Marge von 8,1% entspricht.
Georg Fischer gibt den
Bau einer Eisengiesserei in China bekannt. Die Investitionen für das Werk in Kunshan belaufen sich auf rund CHF 50 Mio. Es soll im Frühjahr 2009 den Betrieb aufnehmen.
GF Automotive wird als einer der 25 besten Zulieferer von Volkswagen mit dem
„Volkswagen Group Award 2007“ ausgezeichnet.
Die Sparte Industrie/Versorgung von GF Piping Systems wird neu strukturiert: Es entsteht u.a. ein Technology Center für die Weiterentwicklung von Werkstoffen, Verbindungs- und Produktionstechnologien.